Netzwerken im Internet macht Spaß – ein wenig Vorsicht kann aber nicht schaden

Bild Internet Nutzer„Halt‘ meine Füße in den Pool! Nur damit ihr Bescheid wisst.“ Solche und ähnliche Infos lesen Facebook-Nutzer wohl des öfteren. Facebook ist das mit Abstand bekannteste soziale Netzwerk im Internet. Jeder kann sich beteiligen, der einen Computer oder ein anderes Gerät mit Internetzugang sein Eigen nennt. Man hinterlegt seinen Namen und weitere persönliche Daten – und schon gehört man zur Gemeinde. Hier werden Filme verlinkt, Küchen verschenkt und Unternehmen präsentiert. Das kommunikative Spektrum ist sehr breit.

Weniger Daten, mehr Spaß

„Weniger Spaß macht so manchem Nutzer allerdings die Sache mit den Daten“, erklärt Frank Roth, Kommunikationschef und Social Media-Experte bei den Ergo Direkt Versicherungen. „Das gilt nicht nur für Facebook, sondern für alle anderen Netzwerke, in denen man persönliche Informationen hinterlässt. Auf www.ergodirekt.de beispielsweise werden persönliche Daten erst dann erhoben, wenn die Besucher einen Vertrag abschließen oder ein Angebot anfordern – denn das geht ja nicht ohne diese Angaben.“ Diesem Grundsatz der Datensparsamkeit zu folgen, empfiehlt sich natürlich überall im Internet, auch in den sozialen Netzwerken. Gerade dort sollte man genau überlegen, welche echten Daten man hinterlegt.

Mit Vorsicht kommunizieren

Man muss sehr darauf achten, was man im Internet preisgibt. Frank Roth weist darauf hin, dass auch niemand an seine Wohnungstür ein Schild hänge, auf dem steht, dass man drei Wochen auf den Kanaren sei: „Diese Info sollte man auch online nur dann verbreiten, wenn man hundertprozentig sicher sein kann, dass nur wirkliche Freunde diese Information erhalten und dass sie nicht an Fremde weitergegeben wird. Denn sonst ist jedem Einbrecher Tür und Tor geöffnet.“

Manche Daten allerdings werden ins Netz gestellt, ohne dass man selbst dafür verantwortlich ist. Dass Informationen über Dritte gezielt verbreitet werden, ist zwar unüblich, aber nicht unmöglich. Doch manchmal werden Daten auch verknüpft. So waren viele Facebook-Nutzer sehr darüber erschrocken, als die neue Funktion der Gesichtserkennung eingeführt wurde. Diese kann beim Hochladen eines Bildes Gesichter mit den Aufnahmen von Freunden vergleichen. Entdeckt das Programm eine Ähnlichkeit, kann die Person im Handumdrehen – und für andere sichtbar – markiert werden. Wer das nicht möchte, kann entsprechende Einstellungen hinterlegen.

Das Netz vergisst nichts

Außerdem sollte das eigene Verhalten immer dem Zweck der jeweiligen Plattform angemessen sein. Bei Xing geht es vorrangig um geschäftliche Kontakte. Deshalb sollte man dort auch ein wenig formaler kommunizieren als etwa auf Facebook, wo es privater zugeht. Auf Myspace ist Musik das verbindende Element. Auf SchülerVZ treffen sich Schüler, auf StudiVZ Studenten. Bei Twitter geht’s um schnellen Informationsaustausch und bei Stayfriends treffen sich Schulfreunde nach langen Jahren wieder. Apropos lange Jahre: Ein großes Problem ist das gute Gedächtnis des Internets. „Informationen werden oft auf unerfindlichen Wegen weitergegeben und zum Beispiel von sogenannten Way-Back-Maschinen archiviert“, warnt Frank Roth, „alte Infos zu löschen, ist deshalb oft ein nahezu hoffnungsloses Unterfangen.“


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Facebook und Co. machen vielen Nutzern Spaß – aber ein wenig Vorsicht sollte man walten lassen.
Quelle/Foto: djd/Ergo Direkt Versicherungen

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